Weekend in Meran. Am schönsten in Pole-Position

Ein verlängertes Wochenende in Meran und Umgebung (Die Berge! Shopping in Bozen! Das Messner-Museum Juval in Naturns, das am 1. September seine Tore wieder öffnet!) ist immer eine gute Idee. Für den grandiosen (Über-)Blick wohnt man am besten ein paar Kilometer außerhalb hoch über der Stadt.
Unsere beiden Lieblings-Adressen:
Miramonti Hotel
Das 5-Sterne-Hotel liegt auf dem Tschöggelberg, der Sonnenterrasse Merans, im niedlichen Örtchen Hafling (ja, genau!, das mit den Pferden) auf 1230 m und gehört zur Gruppe der Small Luxury Hotels. Was bedeutet: fein, aber persönlicher und individueller als die üblichen Groß-Hotels. Das Miramonti hat denn auch nur 36 Zimmer und Suiten. Und die sind im sensibel und mutig renovierten Stammhaus aus den 1930er-Jahren und den modernen Anbauten untergebracht. Das Konzept: spannende Architektur, cooles Styling, schönes Design mit perfekten Details und das alles ohne kühl oder allzu bemüht zu wirken. Aus den großzügigen Zimmern schaut man über das einzigartige Panorama bis nach Meran. Und vermisst nichts: So herzlich und aufmerksam ist der Service, so fein schmeckt alles, was aus der Küche kommt.
Wer etwas für Körper und Seele tun möchte oder nach  Wanderungen durch die Wälder und Auen direkt hinterm Haus ein paar Streicheleinheiten braucht, lässt sich im Spa verwöhnen, genießt Indoor- und Outdoor-Pool, Whirlpool und Dampfbad. Einen Extra-Pluspunkt bekommt die Sauna: Sie ist verglast und gibt den Blick über die herrliche Bergwelt frei. Schöner schwitzen geht nicht!  An sonnigen Tagen – und davon gibt es in dieser Region reichlich – kann man wunderbar auf den großen Daybeds auf der Sonnentrasse relaxen – in himmlischer Ruhe, da kleine Kinder hier nur stundenweise spielen dürfen.
Originell: Weil rund ums Hotel einige Szenen von „Der Spion, der mich liebte” (1977) gedreht wurden, zeigen die engagierten Gastgeber Carmen und Klaus Alber jeden Sonntag um 21 Uhr im Tee-Salon einen James-Bond-Streifen.
Ja, so schlicht und schick kann alpine Lebensart sein, so angenehm bodenständig und luxuriös zugleich – ein kleines Paradies. Mit einem winzigen Minuspunkt: Die Gäste sind hier wirklich im Relax-Modus, spätestens um 23 Uhr sind alle im Bett. Und dann schließt auch die Bar. Ein früher Zapfenstreich für alle, die gern länger aufbleiben. Zum Glück öffnet der Barmann am Ende doch noch eine Flasche Wein für die Nachtlichter.
DZ ab 250 €, www.hotel-miramonti.com
Castel Fragsburg
Hoch über Meran liegt auch dieses Hotel, ein ehemaliges Jagdschloss aus dem 17 Jahrhundert, das heute stolz den Titel trägt: kleinstes 5-Sterne-Hotel Südtirols. Old-World-Charme wohin man blickt. Die 20 Zimmer und Suiten sind romantisch, gemütlich und auch ein bisschen kitschig dekoriert – ein herrliches Kontrastprogramm zum gestylten Miramonti. Fürs Wohlbefinden gibt’s alles, was man von einem Hotel der Relais-&-Chateaux-Gruppe erwartet: ein preisgekröntes Spa, ein beheizter Pool im zauberhaften Rosengarten, professionellen und diskreten Service. Individuell: Im Sanctuarium kann man private Yoga- und Meditations-Stunden buchen.
Natürlich lebt auch das Castel Fragsburg von dem atemberaubendem Blick in die Natur, ganz egal ob man auf der Terrasse sitzt oder in der großen verglasten Loggia. Das Einzige, was mit dieser Aussicht konkurrieren kann, sind die kulinarischen Highlights, die der unkonventionelle Koch Christoph Terschan aus Kärnten auf die Teller zaubert: Dort fusioniert Alpines und Mediterranes, was dem jungen Küchenchef gleich einen Michelin-Stern einbrachte.
DZ ab 400 €, www.fragsburg.com
2016-08-12T12:00:03+00:00 12.08.2016|City Trip, Essen & Trinken, On the Road|

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